Nagelpilz bei Diabetes

Nagelpilzinfektionen bei Diabetikern

Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko für Nagelpilzinfektionen.

Wer unter Diabetes mellitus leidet, hat ein erhöhtes Risiko für Nagelpilzinfektionen. Zudem ist eine sogenannte „Onychomykose“ bei dieser Patientengruppe besonders kritisch. Umso wichtiger ist es für Diabetiker, sich vor Nagelpilz zu schützen und frühzeitig aktiv zu werden, falls eine Infektion vorliegt.

Bei Verdacht auf Nagelpilz ist umgehend ein Arztbesuch erforderlich, denn die Infektion muss behandelt werden. Das gilt für alle Betroffenen – für Diabetiker aber ganz besonders.

Wieso sind Diabetiker besonders gefährdet?

Eine Diabetes-Erkrankung kann eine Nagelpilzinfektion auf unterschiedliche Weise begünstigen. Zum einen ist die Immunabwehr geschwächt, sodass Diabetiker generell ein höheres Risiko für Infektionen haben. Zudem kommt es im Rahmen der Stoffwechselerkrankung zu Durchblutungsstörungen, die einen Pilzbefall ebenfalls erleichtern. Im fortgeschrittenen Stadium können Nervenschädigungen dazu führen, dass die Patienten die typischen ersten Anzeichen einer Fußpilzinfektion wie Juckreiz und Brennen nicht oder erst spät wahrnehmen – der Pilz greift dann auf die Nägel über. Da das Schmerzempfinden in den Füßen herabgesetzt ist, bleiben häufig auch Verletzungen, die eine wichtige Eintrittspforte für Pilze darstellen, unerkannt.

Diese Aspekte führen dazu, dass Nagelpilz unter Diabetikern gehäuft auftritt. Aber nicht nur das – bei Diabetikern ist eine Nagelpilzinfektion auch besonders problematisch: Denn bei ihnen entwickeln sich leichter Sekundärinfektionen und es kann zu Geschwüren kommen.

Diese Faktoren erhöhen das Nagelpilz-Risiko
Geschwächte Abwehr
Durchblutungsstörungen in den Extremitäten
Nervenschädigungen

Frühzeitiger Therapiebeginn & konsequente Behandlung

Aufgrund dieser Risiken ist bei Diabetikern eine rasche und konsequente Behandlung einer Nagelpilzinfektion unverzichtbar. Grundsätzlich sollten Diabetiker ihre regelmäßigen Kontrolltermine beim Arzt einhalten und beim geringsten Verdacht auf Nagelpilz einen Termin vereinbaren.

Die Behandlung umfasst in der Regel eine lokale Therapie mit einem medizinischen Nagellack (Tipp: Nagel Batrafen®). Gut zu wissen: Die Wirksamkeit von Ciclopirox bei Diabetikern wurde in klinischen Studien nachgewiesen.1

Bei ausgedehntem Pilzbefall verordnet der Arzt meist zusätzlich eine systemische Behandlung mit Tabletten, wobei hier etwaige Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln ausgeschlossen werden müssen.

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Professionelle Fußpflege & regelmäßige Kontrolle

Um Nagelpilzinfektionen zu vermeiden oder möglichst frühzeitig zu erkennen, sollten Diabetiker die Dienste eines Podologen (medizinischer Fußpfleger) in Anspruch nehmen. Die professionelle Pflege der Nägel und Füße und die regelmäßige Kontrolle auf etwaige Verletzungen oder Infektionen zählen zu den wichtigen Basismaßnahmen zur Vermeidung von Nagelpilz.

Zusätzlich sollten Diabetiker selbstverständlich die allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen beherzigen, die dazu beitragen, eine Ansteckung zu vermeiden.

Nagelpilz vorbeugen

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1 Seebacher C et al. (2001) Cutis 68: 17-22
Pflichttexte:

Nagel Batrafen®. Nagel Batrafen® A.
Wirkstoff: 80 mg Ciclopirox pro 1 g.
Anwendungsgebiet: Pilzerkrankungen der Nägel.
Hinweis: Wegen fehlender Erfahrung nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit und bei Kindern anwenden.
Begrenzte Haltbarkeit nach Anbruch!
Apothekenpflichtig.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, 65926 Frankfurt am Main.
Stand: Oktober 2016 (SADE.CCIC.17.02.0390).

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